Allgemeines





Im Jahr 1903 gelang es den Brüdern Wright erstmals, ein Motorflugzeug erfolgreich in die Luft zu bringen. Mit einem kurzen Lufthüpfer wurde eine Ära eingeläutet, welche die Menschen fasziniert. So ist es nicht verwunderlich, dass auch die Modellfliegerei seit jeher Zuschauer wie Aktive fesselt. Für den Modellflugsektor kamen bis zur Entwicklung erster brauchbarer Funkfernsteuerungen nur Freiflug- und Fesselmodelle zum Einsatz. Das RC-Modell hat aber mittlerweile die anderen Sparten verdrängt.
Gesteuert wird ein um alle Achsen steuerbares Modell mit drei Funktionen:
- Das Querruder im Tragflügel bestimmt die Lage des Modells um die Längsachse und somit maßgeblich die Flugrichtung
- Das Höhenruder im Heck bewegt das Modell um die Querachse und bestimmt Steigen oder Sinken
- Das Seitenruder im Heck bewirkt eine Kraft um die Hochachse und unterstützt den Kurvenflug. Es wird für einige Kunstflugfiguren wie z.B. den Turn benötigt, kann aber auch stillgelegt sein.
Als vierte Steuerfunktion ist die Motorregelung erforderlich. Bei Elektroantrieben wird hierzu ein elektronischer Regler eingesetzt. Da das Flugverhalten eines Motormodells maßgeblich durch die aerodynamischen Eigenschaften des Flügels bestimmt wird, können noch weitere Funktionen für Klappensysteme im Flügel hinzukommen. Diese werden für bestimmte Flugzustände wie Start und Landung oder den Speedflug benötigt.

Der MFV-Bochum verfügt sowohl über eine Halle als auch über ein Aussengelände. In beiden Fällen können nur Modellflugzeuge mit Elektroantrieb eingesetzt werden. Was vor wenigen Jahren noch als Nachteil gewertet werden musste ist mittlerweile durch die rasante technische Entwicklung relativiert. Einige Insider sehen mittlerweile bei bestimmten Flugzeugklassen einen Vorteil gegenüber anderen Antriebssystemen.
Für den Halleneinsatz besteht ein Gewichtslimit von 500 Gramm, so dass hier hauptsächlich spezielle Indoor-Modelle zum Einsatz gelangen. Diese bestehen größtenteils aus Depron und sind aufgrund ihres geringen Gewichtes kaum zerstörbar. Auf dem Außengelände sind elektrisch betriebene Modelle mit einem Abfluggewicht bis 5 kg zulässig. Hier kann vom einfachen Zweckmodell über Scale- bis hin zum Kunstflieger alles zum Einsatz gelangen, was den Gewichts- und Lärmbedingungen entspricht.

Wissenswertes rund ums Thema Fahrwerk

Ein Artikel der April-Ausgabe 2011 des Modell-Aviator stammt aus der Feder eines unserer Mitglieder und startet so...

Saubere Starts und Landungen sind nicht allein dem Talent des Piloten zuzuschreiben. Natürlich können Erfahrung und Geschick viel zum Gelingen beitragen. In erster Linie sind es aber modellspezifische Faktoren und Defizite, die das Handling am Boden erschweren. Insbesondere die Auslegung des Fahrwerks spielt hier eine entscheidende Rolle. Es lohnt sich also, den aus aerodynamischer Sicht während des Fluges eher störenden Flugzeugunterbau einmal intensiver zu betrachten.


Die Fortsetzung des Textes gibt es [hier].

Lipo-Akkus haben´s in sich

Beim Durchblättern der aktuellen Verbandszeitschrift Modellflieger, Heft August/September 2010, ist dem ein oder anderen möglicherweise ein kurzer, unscheinbarer Artikel auf Seite 42 aufgefallen, der sich unter dem Titel "So geht´s richtig" mit der sicheren Behandlung von LiPo-Akkus beschäftigt. Der abgedruckte Text wurde in enger Absprache mit der Redaktion deutlich entschärft und gibt die eigentliche Intention des Autors nur abgeschwächt wieder. Entstanden ist der Ursprungstext aufgrund einer ganzen Anzahl von Vorkommnissen, begonnen mit einem geplatzten Akku des Autors über ein verqualmtes Wohnzimmer eines Kollegen bis hin zu einem spektakulären Absturz auf unserem Flugplatz. Alle Vorkommnisse machten deutlich, dass ein paar wachrüttelnde Zeilen sicherlich nicht schaden können.


Deutlich umfassendere Informationen gibt es hier im Original-Text!


Einsteigerberatung für Flächenflieger

Für den Einstieg in die Modellfliegerei ist längst nicht jedes Modell geeignet. Einige der von den Herstellern als sogenannte Anfängermodelle angepriesenen Flugzeuge stellen selbst für erfahrene Piloten eine Herausforderung dar, da sie sich als klein, agil und schnell entpuppen. Genau die Eigenschaften, auf die ein Anfänger unbedingt verzichten muss. Nicht verzichtet werden sollte auf einen einfachen Aufbau, Reparaturfreundlichkeit und hohe Eigenstabilität. Die noble Optik kann beim dritten oder vierten Modell die Entscheidung beeinflussen, das erste Modell muss nur praktisch sein!
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Kunstflug

Der Grundgedanke des Kunstfluges ist im manntragenden wie im Modellflug das perfekte Beherrschen des Fluggerätes, um hiermit geometrisch saubere Figuren an den Himmel zu zaubern. Dabei ist der spektakuläre Aspekt eigentlich zweitrangig, auch wenn Topp-Piloten in der Kür immer außergewöhnliche Flugfiguren zeigen, die das Gerät (und den Menschen) bis an seine Leistungsgrenzen belasten.
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Bei einem Flugzeug handelt es sich nüchtern betrachtet um einen starren technischen Gegenstand, der aufgrund seiner aerodynamischen Auslegung in der Lage ist, die Schwerkraft zu überwinden und sich im dreidimensionalen Raum über der Erdoberfläche gesteuert bewegen zu können, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Die aerodynamisch wirksamen Elemente müssen dem Flugzeug ein beherrschbares Flugverhalten verleihen, wobei mittels der Steuerelemente jederzeit eine exakte Kontrolle der Fluglage möglich sein soll.
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